Am Institut für Organische Chemie (OCI) arbeiten zehn Arbeitsgruppen: Diese fokussieren sich vor allem auf die organische Synthese (neuartige Synthesetechnologien, Totalsynthese von Naturstoffen, Metallorganische Chemie) sowie die synthetische bzw. chemische Biologie und die Strukturaufklärung von Biomolekülen mit Kernresonanzspektroskopie. Die Wirkstoffforschung steht im Zentrum der Forschungsaktivitäten – die einzelnen Forschungsgebiete gruppieren sich darum.

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ARBEITSGRUPPEN DES INSTITUTS

Institutsübergreifende Serviceeinrichtung für die Naturwissenschaftliche Fakultät
Institutsübergreifende Serviceeinrichtung für die Naturwissenschaftliche Fakultät

TERMINE UND VERANSTALTUNGEN

Professur für Zoologische Biodiversität: Emily Poppenborg Martin hat Ruf angenommen

Seit dem 1. Juli 2020 ist Emily Poppenborg Martin Professorin für Zoologische Biodiversität am Institut für Geobotanik. Sie absolvierte zunächst ein Studium als Agraringenieurin an der Grand Ecole AgroParisTech und schließlich einen Master in Ökologie und Evolutionsbiologie an der Universität Montpellier. 2014 promovierte sie in Tierökologie an der Universität Bayreuth. Anschließend arbeitete sie als Postdoc an der Universität Würzburg und als Gastwissenschaftlerin an der Universität Lund in Schweden, bevor sie den Ruf nach Hannover annahm.

Prof. Poppenborg Martin arbeitet an der Schnittstelle von Landschaftsökologie, Agrarökologie, Gemeinschaftsökologie und Entomologie, mit starken interdisziplinären Beziehungen zu Agronomie, Geographie, Ökonomie und den Sozialwissenschaften. Neben Deutschland brachte ihr Werdegang Prof. Poppenborg Martin nach Indonesien, Madagaskar, Süd-Korea und Ost-Afrika. In europäischen und internationalen Projekten forscht sie zur Biodiversität von Arthropoden in Agrarlandschaften und ihrer Bedeutung für die Landwirtschaft durch Ökosystemleistungen – insbesondere natürliche Schädlingskontrolle und Bestäubung. Dabei gilt es beispielsweise zu verstehen, wie sich Struktur und Zusammensetzung von Landschaften auf Biodiversität und Interaktionsnetzwerke auswirken, und welche Konsequenzen dies für Bestäubung, natürliche Schädlingskontrolle sowie Anbauerträge haben kann.

Neben anderen Faktoren wie dem Klima hängen diese Effekte stark von den funktionellen Merkmalen der Organismen ab, wie z.B. ihrer Größe oder Mobilität. Durch eine umfassende Einordnung dieser Merkmale und ihrer Auswirkungen, wird diese Forschung dazu beitragen, ökologische Gemeinschaften und Interaktionssysteme und ihre vielfältigen Reaktionen auf veränderte Umweltbedingungen zu verstehen. Dieses Wissen erlaubt es, Strategien für eine nachhaltige Landwirtschaft zu entwickeln, die die Agrarproduktion mit dem Erhalt der Biodiversität und ihrer Funktionen optimal kombinieren. Darüber hinaus liefert diese Forschung einen entscheidenden Ansatz für die Modellierung, Simulation und Kartierung von biodiversitätsbasierten Ökosystemleistungen. Ein weiterer Fokus ist die experimentelle Auswertung der Resilienz von Funktionen wie der natürlichen Schädlingskontrolle unter verschiedenen Landschafts- und Klimabedingungen.
Durch ihre Forschung hofft Prof. Poppenborg Martin, einen wichtigen Beitrag zu den biodiversitätsorientierten Forschungsinitiativen der LUH zu leisten.

Die Naturwissenschaftliche Fakultät gratuliert zur Professur und wünscht Frau Poppenborg Martin viel Erfolg für ihre Aufgaben!