Am Institut für Organische Chemie (OCI) arbeiten zehn Arbeitsgruppen: Diese fokussieren sich vor allem auf die organische Synthese (neuartige Synthesetechnologien, Totalsynthese von Naturstoffen, Metallorganische Chemie) sowie die synthetische bzw. chemische Biologie und die Strukturaufklärung von Biomolekülen mit Kernresonanzspektroskopie. Die Wirkstoffforschung steht im Zentrum der Forschungsaktivitäten – die einzelnen Forschungsgebiete gruppieren sich darum.

Näheres zum Umgang mit Covid-19 an der Leibniz Universität Hannover

ARBEITSGRUPPEN DES INSTITUTS

Institutsübergreifende Serviceeinrichtung für die Naturwissenschaftliche Fakultät
Institutsübergreifende Serviceeinrichtung für die Naturwissenschaftliche Fakultät

TERMINE UND VERANSTALTUNGEN

Erfahrungsaustausch Corona – Lessons Learned

Am 7. Juli fand ein zweiter Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedern des Expertennetzwerks des ZBG statt. Über 50 Beraterinnen und Berater aus allen Regionen Deutschlands haben sich der Video-Konferenz zu geschaltet oder gaben Ihre Einschätzungen zur Lage im Gartenbau per Umfrage ab.

Zufriedenheit und Zuversicht überwiegen – Unsicherheit bleibt

Die Beraterinnen und Berater berichten überwiegend Positives aus den Unternehmen. Viele sind froh, dass bisher alles gut gegangen ist und von den Entwicklungen der vergangenen Wochen profitiert werden konnte. Gewinner sind Unternehmen, die direkt den Endverbraucher fokussieren, wie Einzelhandelsgärtnereien und -baumschulen, Garten- und Landschaftsbau für Privatkunden, Hofläden und Selbstpflücke, sowie Lieferservice und Webshops. Gewinner sind auch Unternehmen, die in gut funktionierende Lieferketten für den Einzelhandel eingebunden sind und ihre Absatzmenge flexibel an die gestiegene Nachfrage anpassen können.

Bei aller Euphorie ist die Unsicherheit in den Unternehmen nach wie vor sehr groß. Wie entwickelt sich die Pandemie und kommt ein zweiter Lockdown? Muss mit einer anhaltenden Konjunkturflaute und sinkender Kaufkraft gerechnet werden? Wie entwickeln sich Ausschreibungen – besonders die der öffentlichen Hand, deren Haushalte durch Corona-bedingte Hilfsmaßnahmen stark belastet sind? Diese und weitere Unsicherheiten erschweren die Planungen für die zweite Jahreshälfte und für die kommende Frühjahrssaison.

Die vergangenen Wochen haben die Unternehmerinnen und Unternehmer stark belastet. Auch die Belegschaft wurde erheblich gefordert - die Erschöpfung ist in vielen Betrieben groß. Ein Thema in den Unternehmen ist, wie der hohe Einsatz der Beschäftigten honoriert werden und wie eine gerechte Verteilung von Corona-Boni aussehen kann. Darüber hinaus besteht in vielen Obst- und Gemüsebaubetrieben, in welchen die arbeitsreiche Saison noch aussteht, weiterhin die Sorge, für die Ernte nicht ausreichende Saison-Arbeitskräfte zu finden.

Aus der Krise gelernt

In den letzten Monaten erfuhr die gesamte Branche eine hohe gesellschaftliche Anerkennung. Durch die Corona-Pandemie wurde unsere Branche und unsere Produkte stärker in Wert gesetzt. Der Regionalität kam eine hohe Bedeutung zu. Diese Wertschätzung aufrecht zu erhalten und neugewonnene Kunden zu halten, wird eine der zentralen Herausforderungen der kommenden Monate. Beobachtet wurde auch, dass die Verbraucherschaft durchaus bereit ist, für gärtnerische Produkte tiefer in die Tasche zu greifen. Die zukünftige Preisgestaltung sollte dies berücksichtigen. Außerdem zeigte sich, dass von einer erhöhten Zahlungsbereitschaft der Kundschaft diejenigen Einzelhandelsgärtnereien besonders profitieren können, die die gestiegene Nachfrage schnell durch Zukauf decken konnten.

Zukünftige Krisen bewältigen

Kreativität und Flexibilität waren die wichtigsten Faktoren für eine gute Bewältigung der Corona-Krise. Die Beratung muss die Unternehmen in Hinblick auf eine verstärkte Resilienz unterstützen. Das heißt: (1) Die Eigenkapitalquote erhöhen, da hierdurch das Risiko bei Einnahmenausfall gemindert und die Flexibilität in der Unternehmensführung erhalten wird. (2) Arbeitsorganisation und -abläufe in Warenbeschaffung und Verkauf optimieren, so dass Management und Mitarbeiter entlastet werden. (3) Neue Kundenberatungs- und neue Kundenbindungskonzepte entwickeln, so dass bei Kontaktbeschränkungen die Beziehungen zur Kundschaft nicht leiden. Und (4) das Controlling verstärken, Liquiditätsplanung und regelmäßige Stresstests sind ein absolutes Muss. Bei alledem müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Ohne ein leistungsfähiges Internet ist die notwendige Digitalisierung für eine Krisenbewältigung nicht machbar.

Wie wird sich das 2. Halbjahr 2020 entwickeln? Was erwarten wir von 2021?

Die Entwicklungen im zweiten Halbjahr und darüber hinaus wurden in Form von Aussagen abgefragt, zu welchen die Beraterinnen und Berater den Grad der Zustimmung mitteilen sollten (s. Abbildung). Die beiden ersten Aussagen zur Beschleunigung des Strukturwandels auf Produktions- und Einzelhandelsebene durch die Krise werden sehr unterschiedlich beurteilt; Der Einfluss der Corona-Pandemie auf den Strukturwandel scheint spartenspezifisch und regional sehr unterschiedlich erwartet zu werden. Inwieweit sich die betriebswirtschaftliche Situation in den Betrieben durch die Umsatzzuwächse verbessert hat, wird ebenfalls sehr differenziert gesehen; tendenziell ist man eher der Meinung, dass sich die gestiegenden Umsätze nur abgeschwächt in den Roherträgen niederschlagen. Die Corona-Zwischenbilanz wird es uns zeigen.

Die Experten rechnen damit, dass das positive Verbraucherverhalten mit gesteigerten Ausgaben weiterhin anhalten wird; dies wird bei Obst und Gemüse noch deutlicher gesehen als bei der Nachfrage nach Zierpflanzen. Dass der Gartenbau auf die neue Nachfragesituation mit Produktionsausweitungen in 2021 reagiert, wird weniger gesehen, wohl aber, dass das derzeit gute Preisniveau in 2021 nicht zu halten ist. Die Experten bestätigen, dass die Unternehmen mit vielfältigem Angebot und mehreren Absatzwegen krisenfester sind als andere. Und wie werden sich die Lieferketten verändern? Ob die Warenbeschaffung das zentrale Problem im gärtnerischen Einzelhandel weiterhin bleibt, wird sehr unterschiedlich gesehen; einheitlicher ist die Erwartung der Expertinnen und Experten, dass es generell zu einer besseren Zusammenarbeit in den Lieferketten kommt und auch regionale Wertschöpfungsketten an Bedeutung zunehmen werden. Dass Internethandel und verstärkte Serviceangebote in Zukunft wichtiger werden, wird bestätigt.

Regelmäßiger Austausch vereinbart

Die hohe Teilnahme an den ersten beiden Video-Konferenzen zeigte das große Interesse seitens der Beratung. Daher wird das ZBG nun quartalsweise einladen und interessierten Personen aus Beratung, Ausbildung und Wissenschaft eine gemeinsame Plattform für einen Erfahrungsaustausch bereits stellen. Wenn auch Sie zukünftig an einem solchen Erfahrungsaustausch telnehmen möchten, würden wir uns sehr freuen. Schreiben Sie uns einfach eine Mail; wir werden Sie dann rechtzeitig über weitere Termine informieren.