ArbeitsgruppenAG Butenschön
Forschung - Ausgedehnte π-Systeme

Ausgedehnte Pi-Systeme

Ferrocene besitzen als aromatische Verbindungen ein delokalisiertes π-Elektronensystem, welches sich über beide Ringe und durch das Eisenatom hindurch erstreckt. Durch weitere Konjugation entstehen, gepaart mit den Redoxeigenschaften des Eisens, Moleküle mit interessanten Eigenschaften, beispielsweise im Bereich der Chromophore, der Liganden zur Metallerkennung oder der Molekularelektronik.

MOLEKULARE DRÄHTE

Der Forschungsbereich der molekularen Elektronik befasst sich mit der Miniaturisierung elektrischer Schaltkreise. Hierbei wird untersucht, auf welche Weise elektrische Bauteile wie Leiter, Transistoren und Dioden auf molekularer Basis hergestellt werden können. Unsere Gruppe beschäftigt sich mit der Synthese ferrocenbasierter molekularer Leiter, wie in obenstehender Abbildung gezeigt. Durch die drehbaren Ferroceneinheiten gewinnt das Molekül an Flexibilität, was bei der späteren Verknüpfung an Goldelektroden über die schwefelhaltigen Endgruppen vorteilhaft sein kann.

 

I. Baumgardt, H. Butenschön, European J. Org. Chem. 2010, 1076–1087

N. Krauße, H. Butenschön, European J. Org. Chem. 2014, 6686–6695

FERROCENOPHANE

Als Ferrocenophane werden Moleküle bezeichnet, bei denen die Cp-Ringe eines oder mehrerer Ferrocene kovalent miteinander verknüpft sind. Durch die Wahl der verbindenden Gruppen können die Ferroceneinheiten elektronisch voneinander isoliert oder konjugiert vorliegen. Durch die Synthese und Charakterisierung unterschiedlichster Derivate der Ferrocenophane erhoffen wir uns, einen Einblick in die Reaktivität, die elektronischen Eigenschaften sowie potentielle Anwendungen dieser Stoffklasse zu gewinnen.

 

I. Werner, S. L. Heinisch, I. Nowik, R. H. Herber, H. Butenschön, ChemistrySelect 2018, 3, 13132–13139

J. R. Garabatos-Perera, R. Wartchow, H. Butenschön, Adv. Synth. Catal. 2009, 351, 1139–1147