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Historie des Instituts

Vier Ehemalige Forscher des Instituts
Von links: R. Behrend, Aladar Skita, Walter Theilacker, Gert Köbrich

Robert Behrend 16.06.-01.10.1897

Etatmäßiger Professor für Organische Chemie und bis 1911 Physikalische Chemie. Arbeiten Organische Chemie: Harnsäure, Traubenzucker, Schleimsäure (Naturstoffe).

Aladar Skita 1924-1947

Terpenchemiker. Verknüpfung konstitutioneller und konfigurativer Details mit physikalisch-chemischen Daten (Auwers-Skita-Regel). Naturstoffchemie und Stereochemie.

Walter Theilacker 1948-1968

Studien zur Atropisomerie. Wichtige Grundlagen der dynamischen Stereochemie. Konformation und Raumbedarf.

Gert Köbrich 1970-1974

Chemie und Stereochemie von Carbenen und Carbenoiden.

Durch einen Zeitraum von etwa 100 Jahren zieht sich der rote Faden von Naturstoffchemie und Stereochemie, wobei schon von Anfang an die Synthese eine wichtige Rolle spielte. Dieses beschreibt im allgemeinen Sinne auch den derzeitigen Forschungsschwerpunkt des Instituts für Organische Chemie - jetzt allerdings mit anderen Stoßrichtungen. So ist die Naturstoffchemie heute im wesentlichen eine Beschäftigung mit biologisch aktiven Verbindungen und somit eine naturstofforientierte Wirkstoffchemie. Es geht um das Verständnis der biologischen Aktivität auf der molekularen Ebene. Die Auffindung der die Wirkung auslösenden Substrukturen und deren gezielte Transformation bzw. Synthese spielen hier eine wichtige Rolle. Bei der Synthese werden dem heutigen Wirkstoffanspruch entsprechend enantiomerenreine Substanzen bereitet. Bei der Erarbeitung neuer Techniken zur enantioselektiven Synthese legen wir besonderen Wert auf die Erreichbarkeit beider Antipoden, um den Zusammenhang zwischen biologischer Aktivität und absoluter Konfiguration aufzudecken. Hier interessieren wir uns daher besonders für Methoden zur kinetischen Resolution und zur Differenzierung enantiotoper Gruppen. Bei den Naturstoffsynthesen wird darüber hinaus häufig die Simulation biogenetischer Prozesse angestrebt, um auf diese Weise gleichzeitig flankierend Argumente für Biosynthesemechanismen zu liefern. Angesichts dieser Interessenlage ist es auch gut verständlich, daß enzymatische Reaktionen häufig als Syntheseschritte Anwendung finden.